Künstlerporträt: HELENA ZUBLER


Im Focus von Helena Zubler Arbeiten steht der Mensch. Dabei sind ihr Körperhaltungen wichtiger als Gesichter. Helena meint, dass Gesichter den Betrachter davon abhalten können, sich in das Bild hinein zu begeben. Das Gesicht definiert eine individuelle Person – ein Körper ohne Gesicht erleichtert es dagegen mit dem Bild zu interagieren. Hände spielen in ihren Werken eine besondere Rolle. Losgelöst vom Individuum entwickeln sie eine ganz eigene Aussagekraft.



0815-Schönheit interessiert sie nicht. Stattdessen ist sie auf der Suche nach zwischenmenschlichen Momenten die nicht alltäglich sind. Damit will sie „ankitzeln“ und an Stellen berühren, die man sonst versteckt hält. Provozieren möchte sie aber nicht. Provokation gibt es schon zur Genüge in der bildenden Kunst und setzt auf vordergründige Effekte, die sich schnell verbrauchen. Nein, Helena Zubler speist ihren Ideen-Input aus ihrem direkten Umfeld, sozusagen dem soziodemographischen Bereich in dem sie lebt.



Sie selbst beschreibt sich als introvertierten Menschen, den zwischenmenschliche Interaktionen anstrengen. Vielleicht oder gerade deshalb, finden diese Interaktionen dann auf der Leinwand statt. Ihre Sujets arrangiert Helena Zubler also selbst. Aber wie entsteht das Bild an sich? Sie beschreibt das so: Ausgangspunkt ist eine bestimmte Idee, davon macht sie eine Momentaufnahme, ein Foto, eine Skizze. Nun muss entschieden werden ob die Vorlage schon ein Ölbild hergibt oder erstmal eine Zeichnung. So sie sich für Ölfarbe entscheidet, geht sie ganz klassisch vor: Leinwand wird auf einen Spannrahmen aufgezogen, wird grundiert, ein bestimmter Ausschnitt gesucht und festgelegt, eine Vorzeichnung in Kohle gemacht, untermalt und schließlich kommt die Ausführung in Farbe.



Es mag klischeehaft klingen, aber in jedem Bild steckt ein Stückchen Leben und Herzblut, dass die Künstlerin, der Künstler opfert. So etwas kann man spüren… Insofern ist es durchaus opportun über seine grundsätzliche „Opferbereitschaft“ nachzudenken. Hat man aber diesen Punkt überwunden und das Bild gelingt, gibt es als Belohnung nur eine momentane Zufriedenheit. Stillstand darf nicht zugelassen werden!


Also malt Helena Zubler weiter, immer ihrem Statement folgend: „Man sollte malen worauf man Bock hat!“.

Wer neugierig ist und Fragen hat, auf die er so keine Antwort bekommt. Schaut am Freitag, den 28.08.2020, im Georado vorbei und trifft Helena Zubler zu unserem Kunstfeierabend.


Voranmledung erwünscht unter:


www.georado.de/veranstaltungen

35 Ansichten
  • YouTube - Schwarzer Kreis
  • Instagram - Schwarzer Kreis
  • Facebook

© 2020 by GEORADO Stiftung